Kriegspfade Friedenswege

Kriegspfade, Friedenswege

Mariano -  Romans – San Michele – San Martino del Carso - 45.87527N, 13.53554E


Einleitung

Zum dritten Mal haben wir – Schülerinnen und Schüler des 8. Schuljahres vom Institut Celso Macor- die Gipfel des Bergs San Michele erobert!

Wir haben ausdrücklich diesen Wanderweg ausgewählt, weil wir den traurig berühmten Isonzo-Frontabschnitt  näher beobachten wollten. Darüber hinaus wollten wir uns in jene Soldaten einfühlen, die das sichere Nachschubgebiet der heimatlichen Dörfer verlassen mußten, um in den Schützengräben des Karsthügellands, dh in vordester Linie, eingesetzt zu werden. Wir wollten genau dieselben Wege dieser Soldaten begehen. Am Ende des Tages  waren wir sehr müde aber wir wollten versuchen, uns dem Sinn des Worts Frieden allmählich zu nähern, indem wir das Gebiet der Kriegstätigkeiten  durchgingen.


Die Schülergruppen haben sich von zwei Ausgangspunkten in Bewegung gesetzt, und zwar von  unseren Schulen in Mariano und Romans. Treffpunkt war die Wiese unter der Festung in Gradisca dIsonzo. Alle zusammen haben wir dann in Sdraussina die Isonzobrücke überschritten und von da aus begann für uns der Aufstieg der Berghänge zur Heiligen Zone von San Michele hinauf.

Dort haben wir die Postationen der 20. Division Honvéd der Ungarischen Armee besichtigt, welche sich bis August 1916 gegen die Angriffe der italienischen Terza Armata verteidigte.

Es hat sich herausgestellt, daß zum ersten Mal genau unter diesen Gipfeln vom Berg San Michele das Gas gegen italienische Soldaten eingesetzt wurde, das wirkte massakerhaft.

Bergab, nach ungefähr 16 Km Wanderweg, haben wir das Dorf San Martino erreicht. An dem Ort haben wir einige bekannte Versen aus den Gedichten des italienischen Lyrikers Giuseppe Ungaretti gelesen.


Von der Romanser Schule ausgehend. Während des Kriegs wurde das Gebäude als Lazarett  eingerichtet.


Etappe auf ländlicher Landschaft zwischen Romans und Gradisca.



Die zwei Schülergruppen von Mariano und Romans treffen sich unter den Burgmauern in Gradisca.



In den Schützengräben unter den Gipfeln vom Berg San Michele. Im Juni 1916 setzten hier die Ungarischen Truppen das Gas ein und das bewirkte Tausende Todesopfer unter den Italienern. Der Wind wehte aber unerwartet auch rückwärts und das verursachte zahlreiche Verluste auch unter Ungarn.



Endlich in die Heilige Zone vom San Michele angekommen! Erschöpft doch zufrieden mit unserer Heldentat der Gipfeleroberung gratulieren wir einander mit Hi five!



Eingang in die befestigte Postation “Schönburgtunnel”. Sagenhaft ist der Tunnel wegen des unermüdlichen Widerstands der der k.u.k Truppen in den letzteren Phasen der 6. Isonzo-Schlacht geworden. In jener Angelegenheit verloren die Italiener den San Michele.



Auf der Gipfel 3 steht eine Gedenktafel, auf der der Opfertod der italienischen und ungarischen Soldaten gepriesen wird. Tapfer kämpfend versöhnten sich Italiener und Ungarn auf diesen Gipfeln in dem Tod.



Ein von den Ungarn hinterlassenes Zeichen auf Gipfel 3: das Akronym “1HGYE” steht für 1. Infanterie Regiment Honvéd”. Das Regiment kam aus der ungarischen Hauptstadt Budapest




Respektvoller Besuch des Gefallenendenkmals vom 4. Infanterie Regiment Honvéd. Es wurde 1917 nach dem Debakel in Caporetto von Soldaten errichtet, die aus Nagyvárad (heute Oradea) in Rumämien kamen.



Gegen Ende unseres anstrengenden Wandertags begegnen wir dem Eisernen Soldaten, der im kleinen doch wertvollen Museum des Ersten Weltkriegs in San Martino del Carso vorläufig ausgestellt wird. Er stammt von der ungarischen Stadt Szeged.

Zur Unterstützung von Kriegswaisen und Kriegerwitwen konnte man einen eisernen Nagel zu einer Krone in das holzernen Standbild einschlagen. Der Holzerne Soldat wurde durch die Tausende Nägel zu einem Eisernen Soldat.


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