Die Castellieri bei Slivia.

Slivia (Triest) - 45°45'58.6"N 13°40'12.1"E

Die Castellieri waren befestigte, meistens auf Anhöhe gebaute Dörfer, die von einem oder auch mehreren Schutzwällen umgeben waren. Als Windschutz baute man ihre Mauern auf der nordöstlichen Seite (woher der kalte Wind Bora weht) höher, die südöstliche Seite war hingegen niedriger, damit die Sonne das Dorf möglichst  intensiv erwärmen konnte.

Auf dem Karst sind viele Überreste von Castellieri-Siedlungen erhalten, die sehr typisch für unsere Landschaft waren. Man kann sie bei Slivia, Rupin Piccolo, Monfalcone besichtigen. Sie lassen sich meistens bis in die Bronze- und Eisenzeit zurückverfolgen.

Dem Castelliere bei Slivia begegnet man auf der Wanderung (Wanderweg CAI 47), die Slivia und Aurisina stimmungsvoll verbindet, wo viele kleinen Höhlen die vorgeschichtliche Zeit der Karstlandschaft beweisen.

Die prähistorische, zu Nationaldenkmal erklärte Siedlung bei Slivia  wurde  zum Hauptobjekt der archäologischen Ausgrabungen, die man auf dem Karstgebiet dieser Region forschte. Sie zeigt ein Bauwerk aus der Mittleren  Bronzezeit (1400 vor Christus), wovon noch Reste des höheren Mauerrings zu erkennen sind.

Teilweise von der Vegetation verborgen misst der innerliche Mauerring 270 m und ist 2,15 m breit, der äußerliche Mauerring ist  300 m lang und aktuell umringt er eine Wiese, wo sich einst Hütten aus trockenem Stein (muretti a secco) mit Strohüberdachung befanden.

In der Siedlung belegten verschiedene archäologische Befunde die Lebensverhältnisse ihrer Bewohner bis zum 5. Jahrhundert v.C., und später bis in die römische Zeit. Man kann sie im Civico Museo di Storia ed Arte in Trieste bewundern.

 

 







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